Die Physalis, auch bekannt als Kapstachelbeere, Peruanische Judenkirsche oder Andenbeere, ist geschmacklich ein Mix aus Stachelbeere, Kiwi und Orange. Sie schmeckt erfrischend, fruchtig mit einer leicht herben Note.
Heimat der Physalis sind die südamerikanischen Länder Peru, Ecuador, Kolumbien, Venezuela, Chile und die Antillen. Sogar in Südafrika ist sie sehr verbreitet, wo sie zu Beginn des 19. Jahrhunderts am Kap der guten Hoffnung, dem Vorgebirge an der Südspitze Afrikas, eingeführt wurde und zugleich großen Anklang fand. Dadurch entstand auch ihre Bezeichnung “Kapstachelbeere” (engl. cape goosebery).
Die Physalis hat mit unserer Gartenstachelbeere oder der Chinesichen Stachelbeere nix zu tun. Sie ist ferner auch mit Stachelbeeren oder Kiwi in keinster Weise verwandt. Sie gehört vielmehr zu den Tomaten, Auberginen und Paprika, da sie ein sog. Nachtschattengewächs ist. Sie wächst an einer einjährigen 1-2 m hohen, krautigen Pflanze.
Neben ihrem angenehm fruchtig herbem Aroma entpuppen sich die Physalis auch als kleine Vitaminbomben. Das Fruchtfleisch der Andenbeere ist reich an Phosphor und Eisen sowie an Provitamin A (700-4000 I.E.), Vitaminen der B-Gruppe und Vitamin C (30mg%).
Normalerweise werden Kapstachelbeeren einfach roh aus der Hand verzehrt und genoßen. Man kann jedoch auch hier kreativ werden. Beispielsweise kann man sie pürieren, mit etwas Honig oder Vollrohrzucker, und sie über Pannacotta geben. Der fruchtig-herbe, erfrischende Geschmack stellt einen wunderbaren Kontrast zu der süßlich-milden Creme der Panacotta dar. In der peruanischen Spitzenküche werden Kapstachelbeeren auch zur Zubereitung von herzhaften Saucen und Dips verwendet. Oftmals werden sie auch zu dekorativen Zwecken auf Torten und Cocktails verwendet.
